12.11.26
Uhrzeit: 19:00 bis 21:00 Uhr
Infotelefon: 09082 2315
Alter: Kinder ab 14 Jahren
Unter Kaiser Domitian (81–96 n. Chr.) wurde das Ries zu einer Grenzregion des römischen Reiches, vom frühen 2. Jahrhundert bis etwa 260 n. Chr. gehörte es zum Hinterland des Limes. Auch hier galt es für die römische Staatsmacht, Steuern und Naturalabgaben einzuziehen, Rechtsstreitigkeiten zu klären, Bauprojekte zu beaufsichtigen sowie für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. In dem Vortrag wird die staatliche Organisation des Imperiums in den Blick genommen, angefangen beim Kaiser an der Spitze über den Statthalter der Provinz Raetia bis hinab zu dessen Stabspersonal und den örtlichen Funktionsträgern: Hat je ein römischer Kaiser das Ries besucht? Wie häufig kam der Gouverneur aus Augsburg in den Krater? Und was besagt der bei Großsorheim ausgegrabene Klappstuhl?
Roland Färber ist als Assistent und Privatdozent am Lehrstuhl für Alte Geschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der römischen Reichsverwaltung, der antiken Epigraphik, der Chronologie und der Griechenstädte im Hellenismus.
